Moorpackung
Rehabilitationsklinik Neydharting

Geschichte des Gesundheitsresorts/Rehabilitationszentrums

Neydharting

Die Errichtung des Moorbades wird mit 1050 datiert. 1264 befindet es sich im besitz von Kaiser Rudolf I. von Habsburg und scheint 1364 das erste Mal in Lambacher Urkunden auf. Es wird überliefert, dass Theophrastus Paracelsus von Hohenheim 1525 im Neydhartinger Moor seine Quintessenz fand.

Unter den vielen prominenten Gästen von Bad Wimsbach-Neydharting findet sich 1621 auch der kaiserliche Hofmathematiker und Astronom Johannes Kepler, der im Schloss an seinem berühmten Werk, den "Harmonices Mundi", arbeitete, nachdem kurz vorher, im Jahr 1620, seine Mutter als Hexe verfolgt und angeklagt worden war.

Das Kurhaus „Villa Anna“ wird 1750 errichtet. Hohen Besuch, wenn auch von einem Usurpator, verzeichnet Moorbad Neydharting im Jahre 1800, als Napoleon I hier die einzige Tochter des französischen Königs Ludwig XVI besuchte.

1810 wird das steinerne Bad-Haus errichtet und mit dem Baubeginn der Pferdeeisenbahn Budweis - Linz - Neydharting – Gmunden, 1834, gelingt es Bad Neydharting Anschluss an wichtige Verkehrswege zu finden, wovon der ganze Ort profitiert.

1940 beginnt mit Otto Stöber der moderne Einsatz des Naturgutes Moorerde. Er erwirbt das „Bauern-Badl“ und betreibt systematisch Moorforschung. Bereits fünf Jahre später gründet er das „Österr. Moorforschungsinstitut“, entwickelt den Heilmoor-Schwebstoff und die Heilmoor-Trinkkur.

1954 wird das „Stiftungshaus“ gebaut, fünf Jahre später das „Paracelsushaus“. 1971 erhält das Moorbad Neydharting Österreichs erstes Rundhallenbad.

1989 erwirbt DDr. Stephan Wagner, MBA, MAS das Moorbad Neydharting und generalisiert in Folge die Anlage.

Seit Juni 2017 ist das Gesundheitsresort/Rehabilitationszentrum Teil der SeneCura Gruppe und wird unter der Marke OptimaMed weitergeführt.

Geschichte des Ortes Bad Wimsbach-Neydharting

Im Jahr 1103 wird Wimsbach zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Es bestand 1470, einer alten Karte zufolge, nur aus wenigen Häusern, die dem rechten Ufer des Wimbaches folgten. Dort dürfte auch der ursprüngliche Markt abgehalten worden sein, worauf der Name "Alter Markt" für dieses Gebiet zurückzuführen sein dürfte.

Während der 1525 - 1632 tobenden Bauernkriege blieb Wimsbach nicht verschont. Am 20.11.1596 trifft ein Bauernschwarm in Wimsbach ein und belagert das Schloss des Freiherrn "Jakob von Aspan", das 50 Jahre später, ebenso wie der Markt, bei einer Brandkatastrophe zur Gänze vernichtet wurde. Auf den Resten der abgebrannten Burg wird jenes barocke Wohnschloss errichtet, das bis heute erhalten ist.

1800 wüteten in Wimsbach unter Napoleon I. die „Franzosenkriege". Ihre Spuren sind jedoch verwischt. Wenn man heute auf der Landesstraße von Wimsbach nach Lambach die Bachloherhöhe erreicht hat, so erinnert uns nichts mehr an eine der blutigsten Schlachten zwischen Österreichern und Franzosen aus dieser Zeit.

Die beiden Weltkriege gehen nicht spurlos vorüber. Viel männliche Jugend wird dem Krieg geopfert. Im Februar 1944 fallen erste Bomben auf Wimsbach. Am Ende des zweiten Weltkrieges, 1945, hatte die Gemeinde Bad Wimsbach fast 200 Gefallene und Vermisste zu beklagen.

1954 änderte sich der Name der Marktgemeinde Wimsbach in "Bad Wimsbach-Neydharting" und würdigt nun die Bedeutung des seit langer Zeit in der Region bestehenden Moorbades.